Das autarke Immobilieninvestment – Zukunftsvision oder mittelfristig unabdingbar

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Viele von Ihnen stehen vielleicht kurz davor sich mit einer günstigen Fremdfinanzierung zu Niedrigzinsen ein bereits erbautes oder denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus (MfH) zu erwerben. In 20 bis 40 Jahren plant man größtenteils die Tilgung und wünscht sich aus dem Gegenstand eine nennenswerte Rente zu erwirtschaften.

Die Energiewirtschaft drängt jedoch gewaltig in die Immobilienwirtschaft hinein. Die Betriebskosten wie Warmwasser und Strom bilden neben der Heizlieferung einen Großteil der sog. „Zweiten Miete“.

Neu errichtete MfH haben heute den Anspruch nicht nur Energieeffizient i.S.d. EnEV zu werden, sondern möglichst Energieautark. Niedrigverbrauch und Strom- sowie Warmwasser erzeugende Anlagen machen es möglich. In nicht utopisch ferner Zeit werden diese Gegebenheiten voraussichtlich Grundlage einer Wohnanlage, damit diese am Markt im Wettbewerb bestehen kann.

Für Vermieter, die dieses berücksichtigen, sind jedoch auch höhere Renditen möglich. Durch Vereinbarung von Pauschalmieten wird das Mietangebot attraktiver. Die bisherige Angst, dass der Mieter dieses durch exorbitanten Verbrauch ausnutzt wäre nicht mehr vorhanden. Ganz im Gegenteil, die „Zweite Miete“ wäre ohne tatsächliche Verbrauchskosten echt eine Mieterhöhung außerhalb der gesetzlichen Normierung.

„Altimmobilien“ laufen auf diese Weise Gefahr, zu Ladenhütern zu werden und Preiseinbrüche sowie Leerstand könnte die Folge sein.

Jedem Vermieter mit Bestandsimmobilien ist daher zu raten, jede einzelne Investition und Erneuerung unter der Optimierung des Verbrauchs zu betrachten.

Die Strom und Wärme erzeugenden Anlagen sind nicht nur für eine Zusatzrendite sinnvoll. Die Unabhängigkeit der Stromversorger und Preise sowie der Verbrauchshöhen der Mieter sind im Vordergrund stehend.Ich hoffe wieder einmal einen neuen Blickwinkel auf die doch so alte und bekannte Immobilie eröffnet zu haben.

 

Text: Peter Müller, Real Estate Manager

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