Frühjahrszeit ist Zeckenzeit

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Sie haben acht Beine, zwei Kieferklauen, einen Saugrüssel, sind gerade mal drei Millimeter groß – Zecken. Viele Zecken sind Überträger von Krankheiten. Sie können bei Mensch und Tier Erreger übertragen, die eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), oder Borreliose auslösen. Bereits ab acht Grad Celsius werden die Spinnentiere munter und sind deshalb schon im Frühling aktiv.

Das schützt vor Zecken

  • Lange Hosen, festes Schuhwerk: Nicht jeder Spaziergänger will im Frühling oder im Sommer immer auf breiten Wegen bleiben. Den Wiesenspaziergang meiden muss man nicht unbedingt. Eine entsprechende Kleidung, wie lange Hosen und geschlossene Schuhe, ist wichtig. Das gilt vor allem im Wald, am Waldrand oder auf Wiesen mit hohem Gras.
  • Meiden von Unterholz: Unterholz sollte vermieden werden, da sich Zecken dort besonders gern aufhalten.
  • Socken hochziehen: Socken sollten am besten über die Hosenbeine gezogen werden. So gelangen die Zecken nicht so leicht unter die Kleidung.
  • Helle Kleidung: Um die Zecke zu entdecken, bevor sie zusticht, ist helle Kleidung sinnvoll. Auf diese Weise können die Tiere auf Hose oder T-Shirt schneller entdeckt werden und man kann sie beseitigen, bevor es zum Stich kommt. Auch glatte Kleidung kann einen Zeckenstich verhindern. An ihr rutschen die Parasiten ab und landen wieder im Gras.
    Anti-Zecken-Sprays: Cremes und Sprays gegen Zecken sind in der Apotheke erhältlich, die Schutz vor Zecken versprechen. Die Wirkdauer kann unterschiedlich sein.
  • Schnelles Absuchen: Unmittelbar nach dem Spaziergang oder Ausflug sollte der Körper sehr gründlich abgesucht werden. Am besten suchen sich Partner gegenseitig ab, um keine Stelle zu übersehen.
  • Impfen kann vor FSME schützen: Menschen, die in Risikogebieten wohnen oder dort ihren Urlaub planen, können sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen. Beratung, ob eine Impfung erforderlich ist, erhält man in der Apotheke oder vom Hausarzt.

Text: Ines-Angela Eder, Vorsitzende des LAV-Bezirks Braunschweig

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