Gute Ausgangsposition in einer Woche verspielt

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Traf per Elfmeter: Martin Kobylanski. Foto: Matthias Schumacher

Nur 1 Punkt in 3 Partien erobert

Als die Spieler der Eintracht am Sonntag, den 11. April den Rasen der Osnatel-Arena in Osnabrück verliessen, schien der Verbleib in der 2. Liga eingetütet zu sein. Die Löwen war nicht nur endlich der erste Auswärtssieg der Saison gelungen, sie hatten gleichzeitig in überzeugender Art und Weise den Tabellennachbarn in die Schranken gewiesen. Mit einer mutigen offensiven Auf-stellung mit Abdullahi und Kobylanski erstmals in 2021 in der Startaufstellung hatte Trainer Daniel Meyer schon zu Spielbeginn ein Zeichen gesetzt, hier als Sieger den Platz verlassen zu wollen. Und beide Akteure dankten es ihm mit jeweils 2 Treffern, Teil einer Elf, die in 90 Minuten nichts anbrennen liess, läuferisch und kämpferisch überzeugte und verdient den 4:0 Auswärtssieg feiern konnte.

Nur fünf Tage später zeigte dieselbe Mannschaft gegen den SC Paderborn ein anderes Gesicht. Auf Konter lauernd liess man die Gäste aus Westfalen, die lautstark von Trainer Steffen Baumgart nach vorn getrieben wurden, ihr Pass- und Offensivspiel aufziehen, ohne dass der SCP jedoch zu klaren Chancen kam, weil die Eintracht in der Defensive sicher stand.

Für die grössten Aufreger in 90 Minuten sorgte Schiedsrichter Nicolas Winter. In der 19. Minute nahm er einen für die Löwen gepfiffenen Elfmeter zurück, nachdem der VAR um Überprüfung des Kontaktes an Proschwitz sich aus Köln gemeldet hatte. Nach 41 Spielminuten liess der Referee Gnade vor Recht gegen den bereits mit Gelb verwarnten Ananou ergehen. Nach dem Foul an Schlüter hätte sich kein Paderborner beschweren können, die verbleibenden 50 Minuten mit nur 10 Spielern beenden zu müssen – so blieb Trainer Baumgart die Möglichkeit den Verteidiger auszuwechseln. In der 50. Minute bat der VAR erneut um Überprüfung, denn der nach einem Konter erzielte Treffer der Gäste resultierte aus einer klaren Abseitsstellung. Dass die Eintracht diesen Punkt nach dem 0:0 trotzdem unter ‚Punktgewinn‘ verbuchen musste, lag an Antwi-Adjai, der aus knapp 10 Metern das leere Eintrachttor verfehlte.

„Man hat heute den Qualitätsunterschied gesehen.“ (Jasmin Fejzic),
„Wir waren heute chancenlos“ (Trainer Daniel Meyer),
„Wir wollen gegen Aue zurückschlagen!“ so Felix Kroos nach der 0:3 Niederlage beim Aufstiegsaspiranten Greuther Fürth, wo die Eintracht verdient als Verlierer den Platz verliess.

„Wir haben schon ein paar Mal den Druck zu den Konkurrenten geschoben!“, so Trainer Meyer vor dem Spiel gegen Erzgebirge Aue. Nach der Heimniederlage und dem Abrutschen auf den Relegationsrang lastet der Druck jetzt wieder auf allen Spielern und Verantwortlichen in Braunschweig. Vorn erschreckend harmlos und in der Abwehr anfällig gegen eine eingespielte und erfahrene Mannschaft aus Aue, präsentierte sich das Team von Daniel Meyer. Nach Ballas Warnschuss an den Pfosten kurz vor der Pause fand die Eintracht auch in der 2. Hälfte keine Mittel, den Abwehrriegel der Gäste aus dem Erzgebirge zu knacken. Nazarow und Zulechner nach Vorlage von Jan Hochscheidt besiegelten die 0:2-Niederlage der Löwen, denen in den letzten drei Spielen kein eigener Treffer gelang. Für die Eintracht wird es in dieser Form schwer, den Abstieg zu verhindern – Erzgebirge Aue feierte mit jetzt 40 Punkten ausgerechnet im Eintracht Stadion den Klassenerhalt.

Text: Matthias Schumacher

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