Braunschweig auf Schützenhilfe angewiesen

Nach 1:2 gegen Würzburg Absturz auf den Abstiegsrang 17

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Es war angerichtet zum vorentscheidenden Abstiegsendspiel gegen die Würzburger Kickers: die Fans standen Spalier für den Mannschaftsbus, außer den noch angeschlagenen Spielern Kijewski und Behrendt konnte Trainer Meyer auf sein bestes Aufgebot zurückgreifen und das gesamte Umfeld der Eintracht verspühte Euphorie und Optimismus.

Aber schon der erste abgefangene Vorstoß der Löwen dämpfte die Hoffnungen, gegen den feststehenden Absteiger aus Würzburg die Punkte auf der Habenseite verbuchen zu können. Pieringer kam am linken Pfosten völlig frei zum Kopfball und versenkte den Ball im langen Eck in der 2. Spielminute. 0:1 – na und? Schon oft in dieser Saison hatten die Löwen einen Rückstand aufgeholt, aber die direkten Versuche von Proschwitz (6.) und Kaufmann zwei Minuten später fanden bei Kickers Torhüter Bonmann ihren Meister. Dicht gestaffelt standen jetzt die Gäste und es gab kaum ein Durchkommen für die Eintrachtoffensive. Als Kessel den Torschützen zum 0:1 im Strafraum von den Beinen holte (19.Minute) gab keine zwei Meinungen: Elfmeter: Pieringer schnürte selbst den Doppelpack und ließ Fejzic beim 0:2 keine Chance. Den Willen kann man den Eintrachtakteuren nicht absprechen, aber es fehlten die Mittel, die früh attaktierenden Bayern wirklich in Gefahr zu bringen. Die Umstellung noch vor der Pause hinten auf eine Dreierkette zu setzen und mit Bär (für Kessel) eine weitere Offensivkraft einzuwechseln, brachte nur mässigen Erfolg. Außer einer Vielzahl von Ecken, die allesamt ob kurz oder lang gespielt verpufften, sprang nichts Zählbares für die Blau-Gelben heraus. Das vor dem Spiel erwartete Feuerwerk an Torchancen und möglichen Treffern fand nicht statt – im Gegenzug waren die Kickers bei ihren wenigen Vorstössen weitaus gefährlicher.

Mit Abdullahi (für Proschwitz) und Ji (für Kaufmann) wurde in der 62. Minute nur positionsgetreu

gewechselt, obwohl diese Partie Pokalcharakter annahm, denn die Ergebnisse auf den anderen Plätzen sprachen klar gegen die Löwen: Sandhausen uneinholbar enteilt und auch Osnabrück führte gegen den HSV. Ben Ballas Treffer nach 79 Minuten weckte noch einmal die Hoffnung auf Mehr, doch die Schlussoffensive fruchtete nicht. Unter dem Stich ist der Gästesieg nicht unverdient, weil die Löwen über 90 Minuten kein richtiges Mittel fanden, die Abwehr der Bayern zu überwinden, anstatt ein Feuerwerk an Chancen und daraus resultierenden Toren zu kreieren. Es hatte gegen den Letzten und Mitaufsteiger nicht gereicht – jetzt liegt es an Trainer Meyer Mut zu machen für das letzte Saisonspiel in Hamburg beim HSV.

Nach der internen Kritik nach der 3:8 Niederlage in Paderborn hat sich Trainer

Dirk Schuster krank gemeldet samt seinem Co-Trainer. Eintracht Coach Meyer kennt die Verhältnisse in Aue bestens. Präsident Leonhard wird von allen Spielern zum Saisonschluss einen Sieg einfordern, darauf ruhen jetzt alle Hoffnungen in Braunschweig. Aue gewinnt gegen Osnabrück – Eintracht siegt in Hamburg, nur dann kann die Eintracht ihren Fans in der nächsten Saison Schalke 04 und den HSV neben dem Derby gegen 96 im Eintracht Stadion präsentieren – Siege in der Relegation vorausgesetzt.

Matthias Schumacher

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