Hinweise zum Eichenprozessionsspinner

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Eichenprozessionsspinner. Foto: dennisvdw/iStockphoto

Aufgrund des kĂŒhlen FrĂŒhjahrs hat sich das diesjĂ€hrige Auftreten des Eichenprozessionsspinners etwas verzögert. Mittlerweile ist in Braunschweig der erste Fall bestĂ€tigt worden, und es ist ab sofort mit einem vermehrten Auftreten der Raupe bis Ende Juli/Anfang August – ausschließlich an Eichen – zu rechnen.

Die ĂŒberwiegend nachtaktiven Raupen halten sich tagsĂŒber in Gespinstnestern am Stamm von Eichen auf und wandern in der DĂ€mmerung in langen Reihen („Prozessionen“) zum Fressen in die Eichenkronen. Ab dem dritten Larvenstadium (Ende Mai/Anfang Juni) entwickeln die schwarzgrau-brĂ€unlichen Raupen kleinste Brennhaare, die leicht abbrechen und den Giftstoff Thaumetopoein enthalten.

Dieser kann bei Hautkontakt allergische Reaktionen, juckende, entzĂŒndliche HautausschlĂ€ge, Rötungen, Quaddeln und BlĂ€schen auslösen. Bei Augenkontakt sind EntzĂŒndungen der Augenbindehaut möglich. Werden die Haare eingeatmet, kann es zu Reizungen im Rachen, Halsschmerzen, Hustenreiz und in seltenen FĂ€llen auch zu AsthmaanfĂ€llen kommen.

Daher sollten mit Trassierband abgesperrte Bereiche nicht betreten, aufgestellte Hinweisschilder beachtet und Nester oder Raupen nicht berĂŒhrt werden. Auch verlassene Nester sind durch die HĂ€utungsreste darin noch gesundheitsgefĂ€hrdend.

Der Fachbereich StadtgrĂŒn und Sport lĂ€sst aufgefundene Raupennester insbesondere in Bereichen von Schulen, Kitas, KrankenhĂ€usern, Altenheimen etc. möglichst innerhalb von 24 Stunden entfernen.

BĂŒrgerinnen und BĂŒrger werden gebeten, Hinweise an das BĂŒrgertelefon der Stadt Braunschweig unter 470-1 oder 115 oder per Mail an buergertelefon@braunschweig.de richten. Da der Eichenprozessionsspinner hĂ€ufig mit den harmlosen Raupen der Gespinstmotte verwechselt wird, sollte im Verdachtsfall darauf geachtet werden, dass es sich bei dem befallenen Baum um eine Eiche handelt. Der Eichenprozessionsspinner befĂ€llt ausschließlich diese Baumart und keine anderen Gehölze.

 

Text: Stadt Braunschweig

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