1.265 Kilogramm Drogenausgangsstoffe entdeckt

Z├Âllnerinnen und Z├Âllner des Hauptzollamts Braunschweig entdecken 1.265 Kilogramm Drogenausgangsstoffe

Bei einer zollrechtlichen Kontrolle eines Kleintransporters aus Polen durch Besch├Ąftigte der Kontrolleinheit Verkehrswege G├Âttingen des Hauptzollamts Braunschweig am Dienstag, den 06.06.2023, wurden insgesamt 1.265 Kilogramm Chemikalien beschlagnahmt, die im Verdacht stehen, zur Herstellung f├╝r Bet├Ąubungsmittel bestimmt gewesen zu sein.

Kanister mit Fl├╝ssigkeiten | Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Der Fahrer des Kleintransporters war gegen Mittag auf der Bundesautobahn 38 nach Belgien unterwegs, als in die Z├Âllnerinnen und Z├Âllner f├╝r eine verdachtsunabh├Ąngige Kontrolle ausw├Ąhlten und zum Pendlerparkplatz bei Reckershausen begleiteten. Die Frage der Beamten nach dem Mitf├╝hren von verbrauchssteuerpflichtigen Waren und Waren die Verboten und Beschr├Ąnkungen unterliegen verneinte der Fahrer. Er h├Ąndigte den Z├Âllnern jedoch einen Frachtbrief aus, der mehrere Kilogramm verschiedener Chemikalien auswies.
Unter anderem ├╝ber 400 Kilogramm Aceton sowie fast 300 Kilogramm Chlorwasserstoffs├Ąure, auch Salzs├Ąure genannt. Bei diesen beiden Chemikalien handelt es sich um Grundstoffe, sogenannte Drogenausgangsstoffe, nach dem Grundstoff├╝berwachungsgesetz in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 273/2004.

Bei der anschlie├čenden Kontrolle des Fahrzeugs konnten die Beamten tats├Ąchlich eine gro├če Menge Kanister mit diversen Fl├╝ssigkeiten
feststellen, die jedoch teilweise keine Beschriftung oder Kenntlichmachung aufwiesen und zudem noch ungesichert auf der Ladefl├Ąche transportiert wurden.
Da im Rahmen der Kontrolle jedoch weitere Ungereimtheiten, insbesondere zum vermeintlichen Lieferort der Chemikalien, festgestellt wurden, ergab sich f├╝r die Z├Âllner der Verdacht, dass diese Grundstoffe zur unerlaubten Herstellung von Bet├Ąubungsmitteln verwendet werden sollen. Das zust├Ąndige Zollfahndungsamt in Frankfurt am Main wurde daher ├╝ber den Fall in Kenntnis gesetzt. Nach R├╝cksprache mit der Gemeinsamen Grundstoff├╝berwachungsstelle des Zollkriminalamts und des Bundeskriminalamts in Wiesbaden, wurde entschieden, dass das Zollfahndungsamt den Sachverhalt ├╝bernimmt und ein Strafverfahren gegen den Fahrer wegen des Versto├čes gegen das Grundstoff├╝berwachungsgesetz einleitet sowie die Chemikalien beschlagnahmt.
Der Abtransport der Chemikalien sollte zun├Ąchst durch die Feuerwehr geschehen, doch deren Fachberater f├╝r Gefahrgut stellten fest, dass von den Chemikalien gegenw├Ąrtig keine Gefahren ausging. Daher erfolgte der Abtransport dann durch ein zertifiziertes Unternehmen, wobei die Kr├Ąfte der Kontrolleinheit des Hauptzollamts Braunschweig bis zum Schluss die Ma├čnahme begleiteten.

Die im Raum stehende Straftat kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu f├╝nf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. Bei gewerbs- oder bandenm├Ą├čigem Handeln liegt das Strafma├č sogar bei mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe. Die weiteren Ermittlungen f├╝hrt das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und die Staatsanwaltschaft G├Âttingen.